Firmenchronik

aktualisiert September 2019
Anton Böhm (1807 - 1886)
Moritz Böhm (1846 - 1896)

1803 - 22. November (Tag der heiligen Cäcilia, Patronin der Kirchenmusik). Andreas Böhm (1765 – 1834), erhält vom Rat der freien Reichsstadt Augsburg die Musikalienverlagsgerechtigkeit verliehen.

1831 - Sein Sohn Anton Böhm (1807 – 1886) übernimmt den Verlag und gibt der Firma seinen Namen. Mit seinem Bruder Karl betreibt er eine Notendruckerei, die nach dem ersten Weltkrieg wieder geschlossen wird.

1834 - Andreas Böhm stirbt.

1871 - Antons Sohn Moritz Böhm (1846 – 1896) tritt in den Verlag ein; ab da heißt die Firma Anton Böhm & Sohn.

1874 - Moritz Böhm ist alleiniger Inhaber.

1886 - Anton Böhm stirbt.

1893 - Gründung der Wiener Zweigniederlassung. Außerdem Vertretungen in Brüssel, Mexico, London und New York (nach dem II. Weltkrieg geschlossen).

1896 - Moritz Böhm stirbt. Seine Witwe Luise (1847 – 1928), geb. Herberger, beauftragt den Prokuristen Hermann Balig (1861-1947) mit der Verlagsleitung. Balig scheidet 1936 nach 55(!) Jahren Betriebszugehörigkeit aus.

Geschäftskarte Moritz Böhms
Theodor Böhm
Johanna Ballinger (1914 - 1999)
Dr. Friedrich Ballinger (1906-1986)

1903 - Moritz’ Sohn Theodor Böhm (1879 – 1946) tritt in die Firma ein.

1904 - "Großer Preis" auf der Weltausstellung in St. Louis.

1906 - Theodor übernimmt die Leitung der Firma.

1933 - Johanna Specht (1914-1999) tritt in den Verlag ein. Sie ist Theodor Böhms Nichte, die Tochter seiner Schwester Maria Specht, geb. Böhm.

1935 - Hochzeit Johannas mit Dr. Friedrich Ballinger (1906-1986). Eintritt des Juristen Friedrich Ballinger in die Firma.

1944 - 25. Februar: Völlige Zerstörung des Verlags in der Augsburger Innenstadt (Ludwigstr. 3) bei dem schweren Luftangriff. Dabei sind unersetzliche Verluste von Autographen und anderen Dokumenten zu beklagen.

1946 - Theodor Böhm stirbt. Das Ehepaar Ballinger übernimmt die Geschäftsleitung.

1947 - Nach US-Lizenz langsam beginnender Wiederaufbau des Verlagsrepertoires mit Hilfe ausgelagerter Druckplatten und Archivexemplare.

1950 - Der spätere Prokurist und Geschäftsführer Gerhard Über (1925-2012) tritt in die Firma ein.

1955 - Umzug der Musikalienhandlung in die Ludwigstraße 15; Aufbau der Schallplattenabteilung.

1958 - Neubau des Verlagshauses in der Langen Gasse 26.

1963 - Die Liturgiereformen des II. Vatikanums stellen den Verlag vor neue Aufgaben.

1973 - Umwandlung in eine GmbH & Co.KG

1977 - Thomas Amtmann (*1955), Sohn der Schwester Dr. Friedrich Ballingers, tritt in die Firma ein.

1978 - Adoption Thomas Amtmanns durch das selbst kinderlos gebliebene Ehepaar Ballinger. Seitdem der Doppelname Ballinger-Amtmann.

1986 - Dr. Friedrich Ballinger stirbt. Die Firma wird von den beiden Geschäftsführern Gerhard Über und Thomas Ballinger-Amtmann sowie von Johanna Ballinger als Senior-Chefin weitergeführt.

Beispiel eines aufwändig gestalteten alten Notentitels
Thomas Ballinger-Amtmann (*1955)

1992 - Gerhard Über geht in den Ruhestand.

1999 - Johanna Ballinger, die letzte direkte Nachkommin des Firmengründers, stirbt. Thomas Ballinger-Amtmann ist nun alleiniger Inhaber und Geschäftsführer.

2003 - Feier des 200. Firmenjubiläums am 22. November mit Hochamt im Hohen Dom zu Augsburg und anschließendem Empfang im Rokokosaal der Regierung von Schwaben, Augsburg.

2006 - Der erste Internetauftritt unter www.boehm-und-sohn.de ist realisiert.

2016 - Die Musikalienhandlung in der Ludwigstraße 15 schließt für immer. Der Handel – auch mit Noten aus Fremdverlagen und Tonträgern - wird schwerpunktmäßig im Online-Versand von der Langen Gasse 26 aus weiter geführt.